Muskelkater war in Lauras ersten Wochen im Tierheim ein ständiger Begleiter: Nach der Schulzeit war es für sie ungewohnt, den ganzen Tag körperlich zu arbeiten. Natürlich bietet das FÖJ mit den Tieren aber auch positive Aspekte, von denen uns Laura erzählt hat.

Interview mit Laura

Warum hast du dich für ein FÖJ und warum für das Tierheim entschieden?

Nach dem Abi wusste ich nicht wirklich, was ich später machen will. Ich wollte die Zeit erst einmal sinnvoll nutzen und eine Lernpause haben.

Da ich selbst kein Haustier habe, aber Tiere mag, hat es mich interessiert, etwas mit Tieren zu machen und der Platz im Tierheim hat sich angeboten.

Eine Katze im Tierheim, einer FÖJ-Einsatzstelle bei Volunta.

Welche Aufgaben hast du?

Normalerweise bin ich bei den Kleintieren eingesetzt, dort sind beispielsweise viele Kaninchen oder auch Igel, die wir aufpäppeln. Momentan vertrete ich für einige Wochen einen Kollegen im Katzenhaus. Ich versorge zum Beispiel die Tiere mit Futter, wechsle die Streu und die Decken. Insgesamt ist es eigentlich sehr viel Putzarbeit! 

 

Kannst du Herausforderungen benennen?

Hier zu arbeiten, ist körperlich sehr anspruchsvoll. In den ersten beiden Wochen hatte ich nur Muskelkater, weil man wirklich den ganzen Tag auf den Beinen ist und beispielsweise auch schwere Säcke mit Streu tragen muss. Das war ich nach den Jahren in der Schule überhaupt nicht gewöhnt! 

 

Und was gefällt dir gut?

Wenn Babys kommen! Zum Beispiel haben wir eine Chinchilla-Familie mit einem Baby-Chinchilla bekommen, das habe ich vorher noch nie gesehen. Oder ganz kleine Tiere ohne Mama, die per Hand hier großgezogen werden, häufig sind das kleine Igel. Allerdings nimmt es mich auch mit, wenn die Tiere es nicht schaffen und sterben. Momentan bin ich im Katzenhaus und Katzen sind auch meine Lieblingstiere. Es ist schön, wenn ich zwischendurch auch mal Zeit habe, ein bisschen mit den Katzen zu spielen.

 

Laura bei ihrem FÖJ im Katzenhaus des Tierheims.

Wie gefallen dir die Seminare?

Ich freue mich schon auf mein nächstes Seminar! In unserem ersten Wochenseminar haben wir zum Beispiel unsere Tätigkeiten vorgestellt und Präsentationen gehalten. Wir haben auch Wanderungen zusammen gemacht und Naturkunst gestaltet mit Gegenständen, die wir im Park gesammelt haben.

Hat dich das FÖJ schon persönlich weitergebracht?

Ich bin mir schon klarer geworden über meine Zukunft. Eigentlich war mein erster Berufswunsch, Rettungssanitäterin zu werden, aber da wäre man körperlich ebenfalls stark gefordert und ich weiß jetzt durch die Arbeit im Tierheim, dass ich das nicht über einen längeren Zeitraum machen möchte. Eine Mischung aus Bürojob und unterwegs sein würde mir gut gefallen, deshalb peile ich an, Sozialpädagogik zu studieren.

Für mich selbst wollte ich mit dem FÖJ gerne herausfinden, ob ich bereit bin, mir eine Katze zuzulegen. Meine Lieblingskatze hier ist aber leider jetzt vermittelt worden.

 

 

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