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Linus hat in seinem Freiwilligendienst den Unterricht in der Deutschen Schule unterstützt. In seiner Freizeit konnte er das ganze Land bereisen. Im Interview hat er uns von seinen Erfahrungen berichtet!
Interview mit Linus
In welchem Projekt hast du dich engagiert und warum hast du dich dafür entschieden?
Ich möchte Grundschullehrer werden und deshalb hat mich das Projekt in der Schule angesprochen. Außerdem wohnt man dort mit anderen Freiwilligen zusammen und ich wollte gerne etwas über das Land lernen.
Hat der Freiwilligendienst deine beruflichen Ziele beeinflusst?
Ich habe zuvor in Deutschland bereits ein FSJ an einer Grundschule gemacht und kannte die pädagogische Arbeit schon. In Rumänien bin ich mir aber noch sicherer in meiner Berufswahl geworden, zum Beispiel habe ich mich von Mathe wegbewegt und für Sport entschieden und möchte nicht Gymnasiallehrer werden, sondern Sonderpädagogik studieren.
Was findest du typisch für Rumänien/was ist dir im Vergleich zu Deutschland aufgefallen?
Es gibt sehr viele Feste: das Frühlingsfest, viele Namenstage etc. Die Architektur finde ich interessant, die Geschichte des Landes mit Kommunismus, Diktatur, Öffnung und wirtschaftlichem Aufstreben.
Die Rumänen sind viel gastfreundlicher und offener. Das Leben findet viel mehr auf der Straße statt. Man geht raus und erlebt gleich was; in Deutschland sind die Leute viel mehr für sich. In Rumänien kann man immer Kontakt haben, wenn man möchte.
Insgesamt fand ich es kulturell verschiedener, durchmischter, da es viele Minderheiten aus anderen Ländern gibt.
Was war dein Highlight?
Immer, wenn wir frei hatten, sind wir mit der Bahn gereist: In die Berge, ans Meer, in den Norden in die Studentenstadt Cluj oder nach Botoșani, wo andere Freiwillige waren. Wir haben alle größeren Städte bereist, da die Züge sehr günstig sind.
Ein Highlight war auch, dass ich bei der Familie eines rumänischen Kindes, dem ich Nachhilfe gegeben habe, am Ende eingeladen war. Wir haben zusammen gegessen und das war sehr schön.
Gut gefallen haben mir auch die Ausflüge mit den Vorschülern in andere Städte, in die Berge, zu einem Kloster oder einem Schloss.
Außerdem haben wir viele Lost Places angeschaut; in Rumänien gibt es viele Gebäude, die einfach verfallen, das ist manchmal sehr spannend gewesen.

