Philipp hat sich in seinem weltwärts-Auslandsfreiwilligendienst in einem Kinderdorf in Peru engagiert. Die Herzlichkeit der Menschen hat ihn besonders begeistert.
Interview mit Philipp
Warum hast du dich für einen Freiwilligendienst im Ausland entschieden?
Ich wollte nach dem Abi auf jeden Fall ins Ausland. Ich finde, wir leben hier in einer recht guten Situation und da dachte ich, es wäre schön, andere zu unterstützen, die es nicht so leicht haben.
Was waren deine Aufgaben?
Im Kinderdorf hatte ich regelmäßige Aufgaben: morgens die Kinder wecken, mit ihnen frühstücken und sie für die Schule bereit machen. In den ersten Monaten haben wir einige Aufgaben erledigt, die mit dem Jubiläumsfest des Kinderdorfs zu tun hatten, zum Beispiel neuen Rasen verlegt, also auch eher körperliche Arbeiten. Ansonsten haben wir den Kindern Nachhilfe gegeben und im zweiten Teil des Jahres richtig in Sport und Englisch unterrichtet. Ich habe mich vorwiegend um Grundschüler gekümmert, ab mittags auch um Schülerinnen und Schüler, die auf die weiterführende Schule gehen.
War es eine Herausforderung für dich, mit dem Schicksal der Kinder umzugehen?
Ihr Schicksal merkt man den Kindern meistens nicht an, die führen eigentlich ein recht glückliches Leben und sind zufrieden. Im Gegenteil fand ich es überraschend, wie herzlich die Kinder alle sind. Sie kommen aus schwierigen Verhältnissen, sind aber trotzdem lieb, nett und offen. Die Größeren sind auch für die Jüngeren da, die Kinder helfen sich gegenseitig. Es ist wirklich wie eine große Familie, wir wurden dort auch richtig gut aufgenommen und waren ein Teil davon.
Es war auch am Ende des Jahres schön zu sehen, wie man den Kindern am Herzen lag. Die Kinder haben mir mehrere Karten gebastelt und persönliche Texte geschrieben. Mir bleiben sehr viele positive Momente in Erinnerung, zum Beispiel, wenn ich mit den Kindern Fußball gespielt oder Ausflüge gemacht habe.
Was hast du in deiner Freizeit erlebt?
In den ersten Monaten des Freiwilligendienstes habe ich wenig außerhalb des Kinderdorfes unternommen, weil es auch viele Veranstaltungen gab. Dafür hatte ich später viel Zeit und konnte Peru gemeinsam mit meinen Mitfreiwilligen bereisen. Wir waren zum Beispiel in der Ruinenstadt Machu Picchu und am Titikakasee.

