Einsatzstellen-Handbuch
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Teilnehmende des Freiwilligendienstes aller Generationen (FDaG)

Menschen, die sich in geringerem Umfang für das Gemeinwohl in sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen einbringen wollen, nutzen diesen Dienst. Er steht Personen jeden Alters offen, sofern sie die Schulpflicht erfüllt haben. Durch seine besonderen Rahmenbedingungen (wöchentliches Engagement von zehn bis 14 Stunden) verstehen wir den FDaG nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Jugendfreiwilligendiensten und dem BFD – als Angebot für diejenigen, für die ein Freiwilligendienst in Vollzeit oder in Teilzeit von mindestens 20 Stunden wöchentlich nicht infrage kommt.12

Dieser Dienst ist ebenfalls besonders für Menschen in beruflichen oder biografischen Umbruch- und Orientierungsphasen geeignet und kann eine Ergänzung oder Überbrückungsmöglichkeit sein13:

  • Für ältere Menschen in Altersteilzeit oder im (Vor)Ruhestand, die neue Aufgaben suchen
  • Als Überbrückung bei Arbeitslosigkeit
  • Für Berufstätige, die eine Auszeit planen oder sich beruflich neu orientieren wollen
  • Für Mütter und Väter, die sich in Erziehungszeiten oder vor dem Wiedereinstieg ins Berufsleben freiwillig engagieren wollen
  • Als Orientierungshilfe für Schulabgänger/-innen ab 16 Jahren
  • Für Menschen mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund, die sich engagieren und dabei die Integrations- und Qualifizierungsmöglichkeiten des FDaG nutzen möchten


Die Mehrzahl dieser Freiwilligen befindet sich im höheren Lebensalter. Gerade die Gruppe der „jungen Alten“ zeichnet sich durch reiche Lebenserfahrung, hohe Qualifikation und den starken Wunsch aus, sich in die Gesellschaft einzubringen. Weitere Motive für die Aufnahme des Engagements sind das Bedürfnis, eigene Erfahrungen und gesammeltes Wissen weiterzugeben, sowie der Wunsch nach einer sinnvollen Tätigkeit. Sozial integriert zu sein, „sich gebraucht zu fühlen“ sind häufig zentrale Beweggründe der Freiwilligen für ihren Einsatz.

Die festen Rahmenbedingungen des Dienstes sind hier ebenfalls bedeutsam für die Aufnahme des Engagements sowie der klar umrissene Aufgabenbereich, die Transparenz und Mitsprachemöglichkeiten. Um auf diese Bedürfnisse einzugehen, sollten Einsatzstelle und Träger Möglichkeiten zum regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch bieten.14

 

12zze FDaG Abschlussbericht 2012, S. 50
13zze FDaG Abschlussbericht 2012, S. 52
14zze FDaG Abschlussbericht 2012, S. 55

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