Einsatzstellen-Handbuch
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Mögliche Einsatzgebiete und Tätigkeiten

Beim Kochen

Da Freiwillige im Rahmen der Übertragung von Tätigkeiten aller Art und unabhängig davon, ob sie diese Aufgaben assistierend, unter Anleitung oder selbstverantwortlich durchführen, formal nicht Auszubildenden gleichzusetzen sind, ergibt sich Folgendes:

  • Freiwillige sollen sich mit Aufgaben und Funktionen in ihrem Tätigkeitsbereich und mit der Organisation ihrer Einsatzstelle vertraut machen. Es gilt, den Arbeitsalltag im jeweiligen Berufsfeld kennenzulernen und Erfahrungen zu machen. Hierzu zählen:
    • Erleben von Nähe und Distanz zu den Klientinnen und Klienten bzw. zu betreuenden Menschen
    • Kennenlernen eigener Grenzen
    • Einbringen der eigenen Persönlichkeit in den Arbeitsprozess
    • Klientinnen und Klienten bzw. zu betreuenden Menschen tolerant zu begegnen
    • Einüben selbstverantwortlichen Handelns
  • Sämtliche Tätigkeiten dürfen von Freiwilligen erst nach entsprechender Anleitung/Einweisung und anschließender Überprüfung durch das Fachpersonal durchgeführt werden. Die Einweisung muss dokumentiert werden.
  • Es dürfen grundsätzlich keine Tätigkeiten übernommen werden, die für Freiwillige und/oder andere eine Gefahr darstellen.
  • Prinzipiell ist der aktuelle Zustand der zu betreuenden Menschen und Personengruppen bzw. der Klientinnen und Klienten zu beachten.
  • Es muss darauf geachtet werden, dass Freiwillige niemals überfordert sind bzw. sich überfordert fühlen und dass stets eine Fachkraft für sie erreichbar ist.
  • Die Übernahme von Tätigkeiten im Freiwilligendienst hängt immer von der psychischen, physischen und seelischen Konstitution der Freiwilligen ab und ist fest verbunden mit ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten.
  • Einrichtungen im Pflegebereich sind hinsichtlich Vorgaben zur Qualifikation des eingesetzten Personals sowohl an die gesetzlichen Vorschriften als auch an die Regelungsinhalte der mit den sozialversicherungsrechtlichen Leistungsträgern abgeschlossenen Versorgungsverträge gebunden. Auch hier sind Freiwillige formal (ungelernte) Hilfskräfte.
  • Haftungsrechtliche Aspekte müssen immer in Betracht gezogen werden, sobald eine Aufgabe an eine/einen Freiwilligen delegiert wird!

Es wird in der täglichen Arbeit immer wieder „Grenzbereiche“ oder „Grauzonen“ geben. Das lässt sich nicht vermeiden.

Freiwillige unterstützen als ungelernte Hilfskraft das Fachpersonal. Je zufriedener sie also in ihrem Einsatz sind, umso stärker werden sie sich in Ihrer Einrichtung einbringen. Mit etwas Glück können Sie auf diesem Weg gute Nachwuchskräfte gewinnen!

Weiter unten finden Sie Hinweise, die nur für bestimmte Einsatzgebiete gelten. Bitte beachten Sie, dass es hier immer Schnittmengen gibt. So können beispielsweise Hinweise für den Bereich Pflege sicher auch für manche Einrichtungen der Behindertenhilfe gelten.

Folgende Aufgaben können Freiwillige nach erfolgreicher und dokumentierter Anleitung u. a. übernehmen:

 Einsatzfeld / Tätigkeiten Tätigkeiten, die selbstständig von Freiwilligen durchgeführt werden können, ggf. unter Anwesenheit einer Fachkraft Tätigkeiten, die nicht in Frage kommen
Behindertenhilfe    
Pflege
  • Allgemeine Körperpflege
  • Unterstützung beim Baden/Duschen
  • Hilfe beim Aufstehen und Zubettgehen
  • Hilfe beim An- und Entkleiden
  • Hilfe beim Toilettengang
  • Urinbeutel leeren, Windeln anlegen
  • Betten machen
  • Beobachten der zu Betreuenden und Weitergabe der Beobachtungen
  • Beteiligung an der Führung von Übergabebüchern
  • Beteiligung an der Führung des Pflegeplans (Eintragen von Daten)
  • Behandlungspflege (Wechsel von Verbänden, Einläufe, Spülungen, Dekubitusversorgung, Katheterversorgung, Injektionen, Absaugen, Stomaversorgung, Legen und Wechseln von Magensonden)
  • Wundversorgung
  • Richten und Verteilen von Medikamenten
Erziehung/
Tagesgestaltung
  • Unterstützung der Fachkraft bei therapeutischen Maßnahmen (z. B. Lauf-/Atemübungen)
  • Unterstützung bei der Gestaltung des Tagesablaufs, u. a. Planung, Durchführung und Nachbereitung einer Gruppen- oder Einzelarbeit (z. B. Spielen, Vorlesen, Basteln, Backen)
  • Anleitung/Unterstützung beim Aufräumen
  • Begleitung bei Arztbesuchen, zum Einkauf etc.
  • Begleitung bei Ausflügen, zum Schwimmen etc. (in Anwesenheit einer ausgebildeten Fachkraft)
  • Anleitung und Hilfestellung bei den Arbeitsvorgängen in der Werkstatt, Pausenbegleitung der Betreuten
  • Anleitung/Unterstützung und Aufsicht beim Umgang mit Geld
 
Hauswirtschaft
  • Anleitung/Unterstützung bei der Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten
  • Unterstützung beim Abwasch, Hilfe beim Pflegen und Ordnen der Kleidung
  • Hilfe bei der Materialpflege
 
Sonstiges
  • Übernahme von Botengängen (z. B. Rezept beim Arzt abholen) und Amtsgängen
  • Produktüberprüfung, Materialbestellung
  • Vorbereitung von Arbeitsvorgängen
  • Unterstützung bei der Vorbereitung von und Teilnahme an Festlichkeiten und speziellen Aktivitäten
  • Entlastung pflegender Angehöriger
  • Betreuung von Menschen mit Demenz
  • Führen von Fach- und Beratungsgesprächen mit Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen, einschließlich der entsprechenden Dokumentation
  • Weitergabe von personenbezogenen Auskünften (auch nicht telefonisch)
Pflegeeinrichtungen, soziale Dienste und ambulante Pflege
   
Pflege
  • Körperpflege: Waschen der Pflegebedürftigen im Krankenzimmer, Baden im Krankenzimmer, Fußbäder, Mund-, Haar-, Zahn-/Prothesen- und Nagelpflege, Hautpflege bei intakter Haut
  • Hilfe beim Gebrauch von Steckbecken
  • Urinflasche und Nachtstuhl: Reichen der Geräte, Leeren, Säubern und Abstellen
  • Katheterbeutel entleeren, Urinmenge messen, Begleitung von Toilettengängen mit ggf. Waschen der Pflegebedürftigen und Windelwechsel
Alleinige Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Patienten ohne Anleitung und in Abwesenheit von Fachpersonal
  • Anreichen von Essen an Pflegebedürftige, die schwerstkrank, schluck- oder bewegungseingeschränkt sind oder deren Bewusstsein eingetrübt ist
  • Gabe von Injektionen aller Art
  • Blutabnahme
  • Katheterisieren
  • Verabreichung von Klistieren und Einläufen aller Art
  • Redons wechseln/Drainagen ziehen
  • Rasur zur OP-Vorbereitung
  • Start, Wechsel und Beendigung von Infusionen

 

 

 
  • Hilfe leisten beim Betten und Lagern: Betten machen, Wechseln der Bettwäsche
  • Mithelfen bei der Versorgung druckgefährdeter Stellen
  • persönliche Hilfeleistung für die Pflegebedürftigen: Hilfe beim Aufstehen, beim An- und Entkleiden, beim Gehen, beim Benutzen von Gehhilfe oder Rollstuhl
  • Säubern, Desinfizieren und Lagern von Pflegeutensilien, Geräten und Materialien im Pflegebereich
  • Weitergabe von Beobachtungen bei Pflegebedürftigen/Angehörigen an das Fachpersonal
  • Entfernen von intravenösen Zugängen
  • Anlegen von Wundverbänden einschließlich Verbandswechsel
  • Hautpflege bei nicht intakter Haut
  • Schneiden der Finger- und Zehennägel von Diabetikern
  • Betten und Lagern von pflegebedürftigen Menschen ohne Aufsicht/Begleitung
  • Sitzwache bei Schwerstkranken oder Sterbenden
  • Alleinige Begleitung verwirrter, psychisch kranker oder vital gefährdeter Menschen
  • Entgegennahme und Durchführung von ärztlich veranlassten Ver- bzw. Anordnungen
  • Auskünfte und Beratungsgespräche mit Pflegebedürftigen und deren Angehörigen einschließlich deren Dokumentation
  • Richten und Verabreichen von Medikamenten
  • Lagerung von Schwerstkranken
Behandlungspflege
  • Vitalzeichenkontrolle
  • Mithilfe beim Blutdruckmessen
  • Durchführung von Blutzuckerkontrollen
  • Mitbeobachten der Atmung
  • Unterstützung bei der Ausführung ärztlich verordneter Maßnahmen
  • Begleiten von Pflegebedürftigen zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, sofern diese nicht vital gefährdet sind
  • Unterstützung beim Transport von nicht vital gefährdeten Menschen
  • Ermitteln von Körpergröße und -gewicht
  • Unterstützung bei Inhalationen, Einreibungen, Wickeln, Anlegen von Antithrombosestrümpfen, Wärmflaschen, Eisblasen, speziellen Teezubereitungen etc.
  • Mithilfe bei der Verabreichung von Sondennahrung
  • Assistenz des Fachpersonals bei der Vorbereitung für Operationen/Untersuchungen
  • Unterstützung bei der Versorgung von Verstorbenen – Einverständnis des/der Freiwilligen vorausgesetzt
Alleinige Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Patienten ohne Anleitung und in Abwesenheit von Fachpersonal
Siehe „Pflege“
Hauswirtschaft
  • Essensausgabe
  • Erfassen der Essenswünsche; Vorbereiten – auch kleine Mahlzeiten zubereiten
  • Anrichten, Servieren und Abräumen der Mahlzeiten
  • Essen anreichen
  • Einkaufen, Einräumen des Einkaufs
  • Reinigung des Wohnbereichs (Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer, Hausflur, Keller usw. (Aufräumen, Staubwischen, Putzen etc.)
  • Trennung und Entsorgung des Abfalls
  • Wechseln der Bettwäsche/Wäschepflege (Waschen, Bügeln, Kleidung in die Wäscherei bringen usf.)
 
Sonstiges
  • Begleitdienste von nicht vital bedrohten Menschen (zu Untersuchungen, Fachärzten, Spaziergängen, in die Cafeteria etc.)
  • Übernahme von Besorgungen
  • Beschäftigungen mit Pflegebedürftigen (z. B. Vorlesen, Spiele etc.)
 
Sozial- und/oder ambulante Dienste
  • Unterstützung bei der Mobilisation von Pflegebedürftigen (z. B. Gehübungen), bei der Erstmobilisation nur in Gegenwart von Fachpersonal
  • Teilnahme an Übergaben etc.
  • Hilfe beim Heizen/bei der Beschaffung von Heizmaterial
  • Begleitung zu Besuchen und Veranstaltungen/Begleitung zu Ärzten, Therapien, in die Apotheke
  • Begleitung bei Besorgungen und Spaziergängen
  • Beschäftigungsangebote (Vorlesen, Spiele) und sonstige Hilfen zum Erhalt und zur Erweiterung von sozialen Kontakten (z. B. beim Besuchsdienst Gespräche führen)
  • Hilfe beim Schriftverkehr
  • Dokumentation der Tätigkeiten
 
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit    
Pädagogische Tätigkeiten
  • Unterstützen von hauptberuflich und ehrenamtlich Tätigen bei Planung und Durchführung von Gruppenaktivitäten (Spielen, Basteln, Vorlesen, Begleitung von Ausflügen etc.)
  • Unterstützung der Kinder beim Entdecken der Spiel-, Lern- und Bewegungsräume sowie der Umwelt
  • Unterstützung der Kinder beim Erleben der Gemeinschaft
  • Hilfestellung bei der Erlangung von Selbstständigkeit
  • Mithilfe bei der Betreuung der Kinder im Kindergartenalltag
  • Begleitung bei Ortswechseln
  • Hilfestellung beim Essen
  • Unterstützung bei und Förderung der persönlichen Hygiene/Einüben von Tischsitten
  • Unterbreiten von kreativen Angeboten für Kinder (z. B. Basteln, Malen)
  • musische Beschäftigung mit Kindern (z. B. Umgang mit Instrumenten)
  • Gestalten von Entspannungs- und Ruhepausen für Kinder
  • Bilderbücher betrachten und darüber sprechen/Vorlesen von Märchen und Geschichten
  • Spielangebote
  • gemeinsames Bauen in der Bauecke
  • Unterstützung der Integration von Kindern mit Behinderung
  • Angebot von Übungen zur Förderung der Grob-/Feinmotorik/Wahrnehmung
  • Einüben des Umgangs mit Geld
  • Freiwillige dürfen nicht allein eine Gruppe beaufsichtigen. Die Aufsichtspflicht verbleibt bei der verantwortlichen Fachkraft.
  • Alleinige Begleitung bei Ausflügen (Spielplätze, Schwimmbad etc. eingeschlossen)
  • Alleiniger Kontakt zu Ämtern und Behörden (Gesundheits-, Jugendamt, Beratungsstellen usw.)
  • Informationsgespräche/Weitergabe von Auskünften (an Eltern u. a.)
 
  • Anleitung und Unterstützung beim Aufräumen
  • Begleitung der Kinder (Einkäufe, Erledigungen, Kindergarten, Schule, Arzt usw.)
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Einzelförderung im Bereich Spielen und Lernen
  • Mitarbeit und Mithilfe bei der Gestaltung von Gruppenräumen
  • Übernahme von Freizeitangeboten
  • Unterstützung bei Ferienmaßnahmen
  • Teilnahme an Elterngesprächen
  • Teilnahme an Teamsitzungen, Elternabenden, Dienst-/Fallbesprechungen, ggf. Supervision
  • Im Rahmen der pädagogischen Tätigkeit anfallende notwendige Arbeiten (Aufräumen, Bereitstellen von Getränken etc.)
  • Mitarbeit an Tagen der Orientierung (Schulentlassungstage, thematische Angebote)
  • Übernahme eigener Projekte, je nach Interesse und Fähigkeit der Freiwilligen (Tanzen, Theaterspielen u. ä.)
  • Mitgestaltung von Veranstaltungen der Einsatzstelle (Sommerfest, Adventsfeier etc)
  • Unterstützung der verbandlichen Jugendarbeit (Mitarbeit in Gremien, bei Veranstaltungen usw.)
 
Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Nahrungsmittelzubereitung mit entsprechender Vor- und Nachbereitung
  • Einkaufen
  • Unterstützung in der Küche
  • Übernahme von Spüldiensten
  • Betten machen
  • Wäschepflege (Waschen, Bügeln etc.)
  • Hilfe bei der Reinigung des Hauses entsprechend der Hausordnung (Aufräumen, Staubwischen, Putzen, Bad reinigen u. a.)
  • kleine praktische Hilfen im handwerklichen Bereich
 
Pflegerische Tätigkeiten
  • Unterstützung bei der allgemeinen Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Haarpflege usw.)
  • Hilfe beim Aufstehen und Zubettgehen
  • Hilfe beim An- und Entkleiden
  • Hilfe bei der Mundpflege
  • Hilfe beim Gehen und Essen
  • Hilfe bei Toilettengängen
  • Wickeln
  • Unterstützung bei therapeutischen Maßnahmen
 
Verwaltungs- und Bürotätigkeit
  • Anfallende Organisations- und Verwaltungstätigkeiten
  • Übernahme von Telefondiensten
  • Unterstützung bei Neuaufnahmen/Entlassungen
 
Bildungseinrichtungen    
 
  • Hilfestellung bei der Erlangung von Selbstständigkeit
  • Betreuung einzelner Schüler/-innen/ Hilfestellung im Unterrichtsgeschehen
  • Betreuung einzelner Schüler/-innen vor und nach dem Unterricht und in den Pausen
  • Begleitung bei Ortswechseln
  • Hilfestellung beim Essen
  • Förderung der persönlichen Hygiene
  • Unterstützung bei der persönlichen Hygiene
  • Mitwirkung bei gemeinsamen und individuellen Freizeitaktivitäten (Spiel, Sport, Hobbys)
  • Mitarbeit in der Ferienbetreuung
  • Mitarbeit bei der Gestaltung des Klassenraums
  • Teilnahme an und aktive Mitgestaltung von schulischen Veranstaltungen
  • Teilnahme an Teamsitzungen, Dienst- und Fallbesprechungen und ggf. an Supervisionen
  • Unterstützung von Mutter-Kind-Gruppen (Spielangebote für Kinder, Gespräche mit Müttern)

Alleinige

  • Pausenaufsicht
  • Klassenaufsicht
  • Übernahme von Unterricht

 

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