Einsatzstellen-Handbuch
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Die Freiwilligen

Als weltanschaulich und politisch neutraler Träger von Freiwilligendiensten ist Volunta offen für alle Menschen, die sich engagieren möchten – unabhängig von ihrem religiösen, kulturellen oder sozialen Hintergrund, ihrer Nationalität oder ihrer Qualifikation.

So nehmen an den Jugendfreiwilligendiensten FSJ und FÖJ sowie am Bundesfreiwilligendienst (BFD) U27 junge Menschen teil, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt, das 27. Lebensjahr aber noch nicht vollendet haben. Den Bundesfreiwilligendienst plus (BFD plus) und den Freiwilligendienst aller Generationen (FDaG) nutzen hingegen Erwachsene, die das Alter bereits überschritten haben. Für welche Dienstart sie sich entscheiden, hängt von den persönlichen Beweggründen sowie Kapazitäten ab. Während der BDF plus wie FSJ und FÖJ in Vollzeit bzw. in Teilzeit von mindestens 20 Stunden pro Woche geleistet werden können, richtet sich der FDaG an alle, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und sich zwischen zehn und 14 Stunden wöchentlich engagieren möchten.

Rund 100.000 Menschen absolvieren in Deutschland jedes Jahr einen Freiwilligendienst Die Mehrheit der Freiwilligen leistet ihren Dienst direkt im Anschluss an die Schulzeit. Sie wollen sich sozial engagieren, über den Tellerrand schauen oder wissen einfach nicht, was sie jetzt studieren oder welche Ausbildung sie machen sollen. Andere haben bereits damit begonnen, aber gemerkt, dass es doch nicht das Richtige ist. Für sie ist der Freiwilligendienst in der Übergangsphase zwischen Schule und Beruf Lern- und Orientierungsmöglichkeit für die weitere Lebensgestaltung in einem betreuten und begleiteten Rahmen.1 Und für jene mit erschwerten Ausgangsbedingungen bietet der Freiwilligendienst Gelegenheit, sich ein Jahr ohne Ausgrenzung und Stigmatisierung zu engagieren und ihre Aussicht auf Teilhabe an der Gesellschaft und im Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Die überwiegende Mehrzahl der Freiwilligen (59 Prozent) hat Abitur oder Fachabitur, 27 Prozent haben einen mittleren Schulabschluss und 12 Prozent einen Hauptschulabschluss2. In der Gruppe der Freiwilligen über 27 Jahren ist das Bildungsniveau insgesamt niedriger. Die Mehrheit der Freiwilligen unter 27 Jahren kommt aus bildungsnahen Familien, denen es in der Regel finanziell gut geht. Zudem stammen die jungen Menschen, die einen Freiwilligendienst absolvieren, überproportional häufig aus ländlichen Regionen. Das Geschlechterverhältnis ist bei den Jugendfreiwilligendiensten FSJ und FÖJ nicht ausgeglichen: Beim FSJ waren im Bildungsjahr 2012/13 lediglich 36 Prozent der Freiwilligen männlich, beim FÖJ waren es 42 Prozent. Beim BFD ist die Ausgangslage eine andere, da er im Zusammenhang mit der Aussetzung des Zivildienstes eingerichtet wurde. Anfang 2012 lag der Männeranteil bei diesem Dienst bei mehr als der Hälfte der Teilnehmenden (53 Prozent).3

Tendenziell ist in den letzten Jahren eine Veränderung der Teilnehmerstruktur zu verzeichnen: Der Anteil der männlichen Teilnehmer nimmt zu. Auch gibt es einen Zuwachs an minderjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie von Freiwilligen mit Hauptschulabschluss. Hinzu kommt, dass Freiwilligendienste in Deutschland zunehmend auch für junge Menschen aus dem Ausland von Interesse sind.

 

1BMFSJ, Abschlussbericht der gemeinsamen Evaluation des Gesetzes über den Bundesfreiwilligendienst (BFDG) und des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG), 2014 , S. 125
2BMFSJ, Abschlussbericht 2014, S. 277
3vgl. Abschlussbericht S. 29

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