Einsatzstellen-Handbuch
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Anleitungsgespräche

Zentrales Element der Begleitung bzw. Praxisanleitung Freiwilliger sind Austausch und Rückmeldung. Dies sollte immer in einem ruhigen, vertrauensvollen Rahmen stattfinden.
In der Regel ist es sinnvoll, Gespräche kurz zu protokollieren, insbesondere wenn diese konkrete Vereinbarungen beinhalten. Gerne können Sie dafür unser Formblatt nutzen. Inhalte und Funktion der Anleitungsgespräche können sein:

  • Dienst-, Einsatz bzw. Schichtdienstzeiten
  • Abgleich der jeweiligen Erwartungen und Ziele
  • Überprüfung der Aufgabenbereiche, die Sie dem/der Freiwilligen übertragen haben. Diese können Sie bei Bedarf erweitern, einschränken und verändern. Berücksichtigen Sie dabei die Fortschritte in der Arbeit der Freiwilligen als auch deren Interessen. Gespräche sind eine gute Möglichkeit, dass Freiwillige sich aktiv mit ihren Tätigkeitsfeldern auseinandersetzen, wodurch ihr Bewusstsein für eigene Stärken, Schwächen und Grenzen gestärkt wird.
  • Klärung von Fragen, die die fachliche Tätigkeit betreffen
  • Hilfestellung bei auftretenden Schwierigkeiten, z. B. bei den Themen persönliche Abgrenzung, sexuelle Belästigung, bei Interessenkonflikten oder geschlechtsfremder Pflege etc. Hier sind die jungen Menschen besonders auf Unterstützung angewiesen.
  • Wertschätzung der Freiwilligen als Person und ihres Engagements
  • Möglichkeit zur Reflexion für Freiwillige bezüglich ihrer Arbeit, damit einhergehender Erlebnisse und Erfahrungen sowie deren Rolle im Team bzw. bei Schwierigkeiten
  • Feedback durch Anleitende: Freiwillige erhalten Rückmeldung zu ihrer Arbeit und ihrer Außenwirkung. Sie erfahren, was von ihnen erwartet und gewünscht wird.
  • Möglichkeit zur Zielvereinbarung

Bei besonders hohem Interesse an bestimmten Tätigkeiten (z. B. wenn eine Berufsausbildung in dem Bereich angestrebt wird) können Sie ggf. auch tiefere Einblicke in das Arbeitsfeld ermöglichen.

Hinweise zum Feedbackgeben
Insbesondere bei (Berufs)Anfängern fruchtet positives Feedback (Lob) besser als negatives. Es hat eine motivierende Wirkung. Von daher sollte Feedback immer

  • wertschätzend sein.
  • in Form von Ich-Botschaften gegeben werden, ohne dabei zu verallgemeinern.
  • aus einer wohlwollenden Haltung heraus erfolgen.
  • sachlich und klar hinsichtlich Fehler und Fehlverhalten sein. Ebenso sollten Erwartungen unmissverständlich formuliert werden. Sagen Sie Freiwilligen Ihre Unterstützung zu bei der Verbesserung bzw. Weiterentwicklung

Bedenken Sie immer, dass der Einsatz freiwillig erfolgt. Konstruktives sowie positives Feedback bestärkt Freiwillige und wertet ihren Einsatz noch weiter auf. Darüber hinaus hilft es ihnen, sich persönlich weiterzuentwickeln.

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