Freiwilligendienste in Hessen

DRK Zeitzeugenbefragung

Wie war das damals? Wie haben Rotkreuz-Angehörige die wechselvolle Geschichte der Bundesrepublik erlebt, wie Notlagen im Ausland in Erinnerung. Hilf dabei, an die kleinen und großen Ereignisse in der DRK-Geschichte zu erinnern.

Das Zeitzeugenprojekt, das unter der Mitwirkung des DRK-Generalsekretariats initiiert wurde, soll die Erfahrungen und Erinnerungen von Rotkreuz-Angehörigen in Ost und West dokumentieren. Die Interviews werden in Berlin zentral gesammelt und als Archiv für Forschungsarbeiten und für die Presse und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt.

Das bringst du mit

Du bist zwischen 18 und 26 Jahre alt und hast Interesse an Zeitgeschichte und Politik. Mit Menschen ins Gespräch kommen ist dein Ding? Die ganz persönliche Geschichte und subjektiven Erinnerungen von älteren Menschen aufzuzeichnen macht dir Spaß? Du dokumentierst das Material und wertest es aus. Damit du mobil bist, ist der Führerschein von Vorteil.

Interesse?

Dann schreib uns eine Kurzbewerbung an: kontakt@volunta.de

Das bieten wir

Dein Arbeitsplatz ist beim DRK Landesverband Nordrhein in Düsseldorf. Für deinen Freiwilligendienst erhältst du ein monatliches Taschengeld von 300,-/330,- Euro. Du bist sozialversichert und hast weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Dein FSJ Kultur beginnt am 1. September 2019.

Marlen und Anton, Freiwillige im Zeitzeugenprojekt in Hamburg, erzählen, was auf dich zukommt

Freiwillige 2018/19 im DRK Zeitzeugenprojekt

Wie war das damals?

Diese Frage stellen Marlen und Anton Rotkreuz-Angehörigen im DRK-Zeitzeugenprojekt 2018/19 in Hamburg. Über 70 Personen haben die beiden in Norddeutschland, Bonn und Berlin besucht und interviewt. Im Mittelpunkt stehen ganz persönliche Erinnerungen, Glücksmomente, schicksalhafte Begegnungen und manchmal wird ein Stück Weltgeschichte wieder lebendig.

Durch die Erzählungen wird die Vergangenheit ganz konkret und persönlich

"Keine Mark und keinen Mann für den Krieg in Vietnam", hieß es in den sechziger Jahren in der BRD. Die Verbündeten drängten aber auf eine Beteiligung der Bundesregierung. "Die Lösung", sagt Marlen, "sei die Bereitstellung des Lazarettschiffes Helgoland gewesen, das der notleidenden Bevölkerung Südvietnams helfen sollte. Das DRK übernahm die Trägerschaft. Den ehemaligen Verwaltungsleiter auf der Helgoland, Manfred Blum, hat Marlen interviewt. Dass es dabei nicht auf Fakten und Jahreszahlen ankommt, wird schnell klar. Verwaltungsleiter Blum redet über seine ganz persönlichen Erinnerungen, z.B. wie er für ein schwerverletztes Mädchen mitten im Krieg eine Perücke aus Hongkong beschafft hat. Anton ist besonders das Gespräch mit Waltraud Schäfer im Kopf geblieben. Sie hat als Einsatzleiterin des DRK erlebt, wie 5.000 DDR-Bürgerinnen und -Bürger Zuflucht auf dem Gelände der Deutschen Botschaft in Prag suchten. "Alles war überfüllt, die hygienischen Zustände waren schlimm, aber das Vertrauen der Leute war groß", umreißt Anton die Erinnerungen.

Das A und O ist die Vor- und Nachbereitung

Die Gespräche dauern in der Regel zwischen zwei und drei Stunden. Allerdings gibt es auch Ausreißer: Das Gespräch mit Manfred Blum hat acht Stunden beansprucht. Wir sind immer herzlich willkommen. Oft werden wir sogar zum Mittagessen eingeladen. Unsere Tätigkeit ist viel mit Reisen verbunden. Unser wichtigstes und unverzichtbares Arbeitsutensil ist unser Aufnahmegerät. Später transkribieren wir den Wortlaut des Gespräches eins zu eins. Weglassungen oder Hinzufügungen sind nicht erlaubt.

Die Hauptaufgabe ist eine akribische Vorbereitung auf die Gespräche. In unserem Büro im Landesverband in Hamburg recherchieren wir im Internet, erstellen Lebensläufe, vereinbaren Interviewtermine. Wir folgen einer klaren Struktur, denn ohne den roten Faden geht es nicht.

Marlen und Anton

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