Volunta erhält Trägeranerkennung für das Freiwillige Ökologische Jahr in Hessen

„Hessen fördert das Freiwillige Ökologische Jahr. Es ist ein Angebot an junge Menschen zum Dienst an die Gesellschaft.“ Das waren die Worte des hessischen Umweltministers Wilhelm Dietzel im Naturschutzzentrum Hessen in Wetzlar. Dort wurde die Volunta gGmbH, eine Tochter des Deutschen Roten Kreuzes am 17. März 2007 als dritter Träger des FÖJ in Hessen benannt. Das FÖJ trage unmittelbar dazu bei das Verhältnis von Gesellschaft und Natur zum Besseren zu verändern, meinte Dietzel.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, bei der auch die beiden anderen FÖJ-Träger, das Naturschutzzentrum Hessen und die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck und einige FÖJler zugegegen waren, wurde die Trägeranerkennung offiziell übergeben.
Das FÖJ bei Volunta - Hintergrund:
Der langjährige Leiter der Zentralabteilung nationale und internationale Hilfen beim Deutschen Roten Kreuz – Generalsekretariat und heutige Landesgeschäftsführer des DRK Landesverband Hessen Thomas Klemp meinte kürzlich in seiner Rede bei einer unserer Fachveranstaltungen: „Klimakatastrophe und bewaffnete Konflikte stehen im Fokus der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Sie bergen die größten Risiken der Verletzlichkeit des Menschenlebens.“
Genau hier liegt auch die Ausgangslage für Volunta, künftig jungen Menschen auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu offerieren. Dabei versteht Volunta diesen Freiwilligendienst auch als eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements: er bedeutet gesellschaftliche Beteiligung und gleichzeitig Lerndienst.
Die jungen Freiwilligen erfahren, dass ein längerfristiges Überleben auf und mit dem „Organismus Erde“ für Lebewesen nur funktionieren kann, wenn die ökonomischen Prinzipien sich in harmonischer Weise mit den ökologischen Grundbedingungen und damit der Grundlage des Lebens verbinden. Die Freiwilligen setzen sich selbstkritisch mit ihrer eigenen Energiebilanz auseinander und lernen neue Ansätze der umweltgerechten Energiegewinnung und der umweltschonenden Produktion kennen:
Da glücklicherweise ein Umdenken begonnen hat, gewinnen die regenerativen Energieformen, wie Wasser- und Windkraft, Solartechnik, Erdwärme, Gewinnung von Pflanzenölen als Treibstoff, Wasserstofftechnologie (Hybridmotoren) immer mehr an Bedeutung.
Die Idee eines Freiwilligendienstes von Jugendlichen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) beruht auf der Annahme, dass junge Erwachsene schon vorhandene Möglichkeiten im Bereich ressourcenschonender, regenerativer Energieformen und nachhaltiger Produktionsweisen möglichst hautnah kennenlernen können, um Handlungsansätze für eine umweltbewusste persönliche und berufliche Zukunft zu bekommen.
Die Einsatzbereiche sind sehr vielfältig: landwirtschaftliche Betriebe, Umweltzentren, ökologische Gartenbaubetriebe, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der Umweltbranche.
Volunta als Träger des FÖJ trägt Sorge dafür, dass beim Einsatz der Freiwilligen die Arbeitsmarktneutralität gewahrt bleibt.
Bei der Umsetzung des FÖJ kooperiert Volunta mit den beiden anderen FÖJ-Trägern in Hessen.

Minister Dietzel übergibt die FÖJ Anerkennung an Volunta.
Mit dabei waren: Jürgen Schmitz, FÖJ Koordinator bei Volunta, Annette Müller, Volunta Geschäftstellenleiterin in Kassel, Alexander Hutmacher und Jon Melzer (beide FÖJler), Peter Battenberg, Volunta Geschäftsführer, Wilhelm Dietzel, Hessischer Umweltminister, Albert Langsdorf, Leiter des
Naturschutz-Zentrums Hessen, Beate Paulini-Heine, Ev. Kirche Kurhessen Waldeck, Siegfried Piehozki, Naturschutz-Zentrum Hessen
Bericht in der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 18.03.2008:







