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Zukunftsmusik im Offenen Haus


Zukunftsmusik im Offenen Haus

 

Am Freitag, dem 7. Mai 2010 war es endlich soweit, die Veranstaltung „Auf Augenhöhe. Inklusion. Dabei sein! Von Anfang an.“ der Volunta gGmbH DRK in Hessen im Offenen Haus in Darmstadt wurde mit Klaviermusik von Carina Kühne eröffnet. Frau Kühne beeindruckte das zahlreich erschienene Darmstädter Publikum mit ihrem souveränen Klavierspiel.

 

Zukunftsmusik im Offenen Haus

 

Jutta Huber, die Geschäftsstellenleiterin der Darmstädter Volunta gGmbH, begrüßte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung sehr herzlich. Die Volunta gGmbH, DRK in Hessen, habe sich schon sehr früh dem Diversity Gedanken verpflichtet gefühlt. Die Ausrichtung eines solchen Fachtages und die Erweiterung der Dienstleistungsangebote für Menschen mit Behinderung wie beispielsweise durch das Projekt Aha! sei daher die logische Konsequenz.

 

Zukunftsmusik im Offenen Haus

 

Susanne Heil, pädagogische Mitarbeiterin aus der Darmstädter Geschäftsstelle übernahm im Anschluss die Moderation. Frau Heil berichtete von der Bedeutung des 5. Mai als Europäischem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Der Darmstädter Fachtag sei zudem Teil der Aktionen rund um den 5. Mai, unterstützt von „DieGesellschafter“. Souverän stellte die Moderatorin die einzelnen Referentinnen und Referenten vor und stellte dem interessierten Publikum ausreichend Raum für Fragen zur Verfügung.

Stefanie Krach, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt  trug ihren Vortrag in Leichter Sprache vor, sicher für einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen ungewohnt, aber dafür für alle sehr gut verständlich. Sie erläuterte die Bedeutung der Inklusion und verwies darauf, dass nicht nur bauliche Bedingungen behindern können, sondern beispielsweise auch sprachliche Barrieren, Menschen ausgrenzen. Frank Schäfer von der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung und Kriegsopferfürsorge im Kreis Darmstadt-Dieburg versorgte das Publikum mit Zahlen aus dem Landkreis und berichtete von persönlichen Erfahrungen, die er als blinder Mensch mit inklusiven Modellen gemacht hat. Monika Rau, Mitarbeiterin des Beratungs- und Servicezentrum für Ältere und Menschen mit Behinderung (BuS) der Stadt Darmstadt sprach von der „Zukunftsmusik Inklusion“, deren „Tonart vielleicht schon festgelegt sei, aber deren Melodie noch gefunden werden müsse“. Alexander Dettling, Leiter der Tagesförderstätte der WfB Rhein-Main e.V., setzte sich im Anschluss mit den inklusiven Möglichkeiten, die eine Tagesförderstätte für Menschen mit schwersten Behinderungen habe, auseinander. Häufig sei die gesellschaftliche Teilhabe allein schon aufgrund der räumlichen Distanz zum Stadtzentrum  nicht möglich.

Herr Dettling brachte künstlerische Arbeiten der TagesförderstättenbesucherInnen  mit nach Darmstadt.  Kunst sei eine Möglichkeit, Brücken herzustellen, so Dettling.

Die Bilder fanden in der Pause großen Zuspruch. Frau Kühne eröffnete den zweiten Teil erneut mit wunderbar vorgetragenen Klavierstücken. Frau Prof. Dr. Gisela Jakob von der Hochschule Darmstadt hatte den ersten Redebeitrag im zweiten Teil. Frau Jakob verwies auf die Bürgerrechte von Menschen mit Behinderung und zeigte auf, wie unterrepräsentiert diese beispielsweise beim bürgerschaftlichen Engagement seien. Projekte wie das Projekt Aha! der Darmstädter Volunta gGmbH, DRK in Hessen, seien deshalb sehr wichtig. Jens Bucher, der Projektkoordinator des Projektes Aha! Aber hallo: Engagiert und besonders!, nahm diesen Gedanken auf. Den Einstieg in bürgerschaftliches Engagement ermöglichen, neue Erfahrungen ganz abseits der gewohnten Betreuungsstrukturen zu machen, eröffne vielen Menschen mit Behinderung, ganz neue Perspektiven, so Jens Bucher. Dieser Perspektivwechsel („Vom Hilfebedürftigen zum Helfer“) trage zu einem neuen Selbstverständnis der Menschen mit Behinderung bei, von dem alle profitieren können. Ganz besonders bedankte sich Jens Bucher bei der ersten Praktikumsstelle im Projekt Aha!, dem Internationalen Kindergarten in Seeheim-Jugenheim, vertreten durch die Leiterin Wende McCabe, der ersten Teilnehmerin im Projekt Aha! Carina Kühne und natürlich bei der Schirmherrin, der Europameisterin im Boxen Nicole Haustein für die gute Zusammenarbeit.

Der letzte Vortrag des Abends wurde von Carina Kühne gehalten. Frau Kühne hat das Down Syndrom und berichtete bemerkenswert offen über persönliche Erfahrungen, die sie mit ihrer Behinderung gemacht hat. Ein sichtlich beeindrucktes Publikum dankte es ihr mit viel Applaus.

Frau Heil dankte den Vortragenden für ihren Beitrag zum Gelingen des Fachtages. Frau Huber verabschiedete die Referenten und die Unterstützer der Veranstaltung mit Blumen und wünschte allen Beteiligten noch gute Gespräche. Dieser Wunsch wurde direkt im Anschluss an die Veranstaltung am wunderbaren Buffet umgesetzt. Auch das Darmstädter Echo berichtete in seiner Montagsausgabe von der Veranstaltung.

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