Projekt Aha! beim Bundestreffen der Lebenshilfe

Am 22. und 23. Februar 2010 fand das zweite Bundestreffen der Freiwilligenbeauftragten der Lebenshilfe im Schloss Rauischholzhausen bei Marburg statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung war ein echtes „Aha!“-Thema: “Alle brauchen alle – Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung“.
Etwa 80 Teilnehmer und Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet hatten die Möglichkeit, sich über ihre Arbeit vor Ort auszutauschen. Diesmal ging es nicht um Ehrenamt und freiwillige Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung; vielmehr wurde Engagement einmal von der anderen Seite gesehen. Denn: Als selbstbewusste und verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger setzen sich heute viele Menschen mit geistiger Behinderung selbst für andere oder für eine gute Sache ein. Sie sind in Freiwilligen Feuerwehren und im Naturschutz aktiv, sie helfen bei örtlichen Tafeln oder engagieren sich im Stadtteil-Café..
Jens Bucher, Projektkoordinator der Volunta gGmbH aus Darmstadt stellte in diesem Zusammenhang auch das Projekt Aha! vor und freute sich über die vielen Kontakte, die er in diesem Zusammenhang knüpfen konnte.

Am Mittwoch, dem 24.02.2010 wurde das Projekt im Rahmen der 2. FSJ-Fachtagung des DRK in Kassel vorgestellt. Hierfür war die Methode „World Cafe“ sehr hilfreich, interessierte Gruppen von 6-8 Personen nahmen jeweils an verschiedenen runden Tischen Platz, diese „Kaffeehaus-Atmosphäre“ sorgte für einen regen Austausch..
Menschen mit Behinderungen engagieren sich selbst für andere und erleben einen Perspektivwechsel - für die Gäste des „World Cafe“ schien dies ein spannender Ansatz. Eine Kollegin freute sich, dass das DRK nun stärker „in der Behindertenarbeit“ Fuß fasst und so das Gesicht noch ein „wenig menschlicher“ wird. Zudem wäre dieses Projekt nicht nur ein Gewinn für Menschen mit Behinderung, sondern darüber hinaus für die ganze Gesellschaft. Auch konkrete Vorschläge konnte der Gastgeber Jens Bucher entgegennehmen. Beispielsweise könnten sich Teilnehmer im Projekt Aha! als „Vorlesende“ in Altenheimen engagieren. Im Tagesablauf des Betreuungspersonals bleibe häufig sicher wenig Zeit dafür - ein Engagement über das sich ältere Menschen sicher freuen würden..






