weltwärts – ein besonderer Freiwilligendienst!

Am 05.01.2007 hat die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Einrichtung eines öffentlich geförderten "entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes" bekannt gegeben. Die Nachfrage von jungen Erwachsenen nach ehrenamtlicher Arbeit in Entwicklungsländern ist sehr groß. Darauf möchte die Bundesregierung mit dem "weltwärts"-Programm reagieren und das Engagement unterstützen. In besonderer Weise möchte Volunta mit diesem Programm jungen Frauen die Möglichkeit geben, einen Freiwilligendienst in Übersee abzuleisten. Junge Menschen mit beruflichen Vorerfahrungen werden ebenfalls besonders berücksichtigt.
Teilnehmern soll gleichzeitig die Möglichkeit gegeben werden, internationale Erfahrungen und Qualifikationen zu sammeln, die für ihre berufliche Orientierung und Zukunftsfähigkeit hilfreich sind. Darüber hinaus leistet das "weltwärts"-Programm einen Beitrag zu Völkerverständigung und zu einem globalen Lernen, das der Zivilgesellschaft zu Gute kommt. Volunta war die erste Entsendeorganisation im Rotkreuz-Netzwerk, die vom weltwärts-Sekretariat anerkannt wurde und entsendet seit August 2008 junge Deutsche in den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.
Wer kann am weltwärts-Programm teilnehmen?
Junge Erwachsene von 18 bis 28 Jahren, die weltoffen, lernbereit und teamfähig sind, können sich für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst bewerben. Zudem erwarten wir von unseren Teilnehmenden ein Interesse an den Kulturen und Verhältnissen in den so genannten „Entwicklungsländern“. Sie sollen bereit sein, dort engagiert und tatkräftig für einen Zeitraum von 12 Monaten mitzuarbeiten. Sie sind bereit, sich vor, während und nach dem Dienst tatkräftig entwicklungspolitisch zu engagieren.
Vom weltwärts-Sekretariat sind u.a. folgende Teilnahmebedingungen vorgegeben:
- Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife bzw. vergleichbare Schulabschlüsse oder einen Hochschulabschluss sowie
- möglichst Grundkenntnisse einer im Gastland gesprochenen Sprache
- Teilnahme am fachlich-pädagogischen Begleitprogramm
- Bereitschaft die Auslandserfahrungen nach der Rückkehr engagiert in Deutschland einzubringen
- Deutsche Staatsbürger oder Nicht-Deutsche mit dauerhaftem Aufenthalt und Aufenthaltsrecht in Deutschland
Unterbringung und Betreuung im Gastland
Während eures "weltwärts"-Freiwilligendienstes werdet ihr von unseren Partnerorganisationen vor Ort betreut und begleitet. Zur Betreuung gehört auch das Seminarprogramm. Durch die im Gastland verbrachte Zeit und das gemeinsame Erleben mit anderen Freiwilligen entstehen wichtige Freundschaften, die während des Jahres im Ausland Unterstützung bieten können und oft über die Zeit des Freiwilligendienstes hinaus bestehen bleiben.
Pädagogisches Begleitprogramm
Das BMZ schreibt für einen "weltwärts"-Freiwilligendienst von 12 Monaten mindestens 25 Tage pädagogische Begleitung in Form von Bildungsseminaren vor. Sie teilen sich auf in: Vorbereitung in Deutschland, Orientierungsseminar, Zwischen- und Endevaluierung im Gastland sowie Auswertungsseminar in Deutschland. Die Teilnahme an den Seminaren ist verpflichtend.
„Friends and Families“ – mein privater Unterstützerkreis
Laut weltwärts-Richtlinie erfolgt eure Entsendung kostenlos, das heißt, Volunta erhebt keine Vermittlungsgebühr. Wenn ihr eine Zusage für einen Einsatzplatz bekommen habt, unterstützt ihr eure Entsendeorganisation, zum Beispiel bei der Informations- und Bildungsarbeit und der Spendenakquise für das Freiwilligenprogramm bzw. das Partnerprojekt. Wie man so einen Unterstützerkreis aufbaut, könnt ihr unter dem Button „Friends and Families“ nachlesen. Das Einbringen von Spendenmitteln ist auf bis zu 150 € pro Auslandsmonat beschränkt.
Wohin entsendet Volunta mit weltwärts?
Bislang konnte Volunta 23 Teilnehmer nach Bolivien entsenden. Für 2010 ist eine Erweiterung des Programms im Hinblick auf einen Freiwilligendienst in Costa Rica geplant. Für 2011 werden weitere Einsatzplätze hinzukommen.





