"Friends & Families"
1. „friends and families“ – Ihr Unterstützerkreis im Ausland
Als zukünftiger Teilnehmer eines Internationalen Freiwilligendienstes (IFD) erklären Sie sich bereit, um finanzielle Unterstützung für die Freiwilligendienst-Programme zu werben. Dafür gründen Sie einen so genannten „Unterstützerkreis“. Dieser besteht aus Menschen oder Institutionen, die bereit sind, für die Internationalen Freiwilligendienste, also für das Engagement im Ausland und für den interkulturellen Austausch, einen bestimmten Geldbetrag an Volunta zu spenden.
2. Notwendigkeit von Unterstützerkreisen
Volunta bietet verschiedene Freiwilligendienstprogramme an:
- das Freiwillige Soziale Jahr bzw. Freiwillige Ökologische Jahr im Ausland nach §14c Zivildienstgesetz (FÖJ statt Zivildienst)
- den Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“
- Die Finanzierung dieser Programme geschieht auf unterschiedlichen Wegen:
- FSJ und FÖJ nach §14c werden zu einem kleinen Teil vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert
- der Entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bezuschusst
Für beide Programme verbleiben hohe Kosten, die Volunta allein mit staatlichen Mitteln nicht decken kann. Das BMZ ruft im Rahmen des weltwärts-Programms die Teilnehmer explizit zum freiwilligen Aufbau von Förderkreisen auf.
Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie aktiv werden und einen Unterstützerkreis gründen. Wie das funktioniert und was Sie hierzu wissen müssen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
3. Was mit den Geldern aus dem Unterstützerkreis geschieht
Die Spenden aus dem Unterstützerkreis fließen zu 100% in die Programme für die Internationalen Freiwilligendienste. Durch Zuschüsse wird ein Teil der tatsächlichen Kosten abgedeckt. Der Rest wird von Volunta mit seinen Partnerorganisationen und durch den Unterstützerkreis getragen. Die Programmkosten beinhalten die umfassende pädagogische Begleitung, die Seminararbeit (insgesamt 25 Tage mit Vorbereitungs-, Zwischen- und Nachbereitungsseminar), Unterkunft und Verpflegung, Versicherungen, Taschengeld, 24 –Stunden – Notfallservice etc.
Bei unseren Jahresprogrammen im FSJ/FÖJ statt Zivildienst beträgt die Höhe des Eigenbeitrages für die Teilnahme in Europa monatlich 270,- €, für Übersee 385,- €:

Zusammensetzung der Kosten FSJ / FÖJ statt Zivildienst
Mit einem Beitrag als Spende in Höhe von 150,- € pro Auslandsmonat unterstützten Sie das weltwärts – Programm:

Zusammensetzung der Kosten „weltwärts“
Während der Teilnahme an unseren Programmen sind Ihre Eltern bis zu Ihrem 25. Lebensjahr weiterhin berechtigt, Kindergeld zu beziehen. Im FSJ/FÖJ kann weiterhin, falls zutreffend, Halbwaisenrente bezogen werden.
4. Durch den Unterstützerkreis Werbung für Freiwilligendienste machen
Durch die Bildung eines Förderkreises treten Sie mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt und vermitteln ihnen die Idee eines Freiwilligendienstes im Ausland. Das ist eine hervorragende Werbung für Freiwilligendienste und dem damit verbundenen gesellschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement!
5. So bauen Sie einen Unterstützerkreis auf
Der Anfang:
Am besten beginnen Sie in Ihrem Freundes- und Familienkreis („friends and families“!) damit, möglichst vielen Menschen von Ihrem Vorhaben zu berichten. Sie könnten zum Beispiel eine „Fundraising-Party“ machen, was in den USA zurzeit sehr gut funktioniert. Hier legen Sie Infomaterial über Volunta und Ihr Projekt aus und halten eine kleine Ansprache, warum Sie die Freiwilligendienste für unterstützungswürdig halten. Bitte bei der Einladung unbedingt das Ziel dieses Festes benennen und deutlich machen, dass eine kleine Spende für die Freiwilligendienste erbeten wird!
Mit anderen Worten: Sie sollten Ihre Idee „verkaufen“. Sie könnten eine Spendendose aufstellen, auf die Sie während der Ansprache hinweisen, und in die als Auftakt der Spendenaktion schon etwas eingezahlt werden kann. Familie und Freunde könnten Sie bitten, Ihnen an Stelle von Geburtstags - und Weihnachtsgeschenken einen Geldbetrag zu überweisen.
In Ihrem Umfeld könnten Sie beginnen, Adressen von Vereinen und Institutionen zu sammeln, mit denen Sie entweder bereits in Kontakt sind oder die generell bereit sind, interkulturelle Verständigung zu unterstützen. Je mehr Menschen Sie für Ihr Anliegen ansprechen, desto höher ist die Erfolgsaussicht.
Überzeugungsarbeit:
Wenn Sie Menschen dafür gewinnen wollen, die Freiwilligendienste finanziell zu unterstützen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Ziele deutlich machen. Je genauer sich der Spender ein Bild von Ihnen und Ihrer Arbeit machen kann, desto eher wird er bereit sein, für den Unterstützerkreis zu spenden. Gerne stellen wir Ihnen dafür Informationsmaterial zur
Verfügung.
Die potenziellen Förderer Ihres Unterstützerkreises wollen natürlich wissen, was sie mit ihrer Spende bewirken. Erklären Sie Ihren Förderern, dass diese damit einen ganz konkreten Beitrag zum interkulturellen Dialog und zur Völkerverständigung leisten: die jungen Menschen, die für einen Freiwilligendienst ins Ausland gehen, arbeiten dort in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt. Dabei unterstützen sie die Entwicklung in deren Gastland ganz direkt, helfen benachteiligten Menschen und übernehmen damit globale Verantwortung.
Wen können Sie ansprechen und welche Aktionen können Sie durchführen?
Es gibt zahlreiche Ansatzpunkte, für den Aufbau eines Unterstützerkreises aktiv zu werden:
- Sprechen Sie Ihren Sportverein oder einen Sportlehrer an, und fragen Sie, ob sich ein „Spendenlauf“ organisieren ließe, wo Sie für jeden gefahrenen, gelaufenen oder geschwommenen Kilometer Geld von Sponsoren bekommen.
- Wie wäre es mit einer Power Point Präsentation, die Sie als Email an Ihre Bekannten verschicken? Hier können Sie Ihre Motivation erläutern und mit Bildern eine spannende Präsentation entwerfen.
- Können Sie gut backen oder kochen? Dann fragen Sie doch mal in Ihrer Kirchengemeinde oder Ihrem Sportverein nach, ob Sie dort die leckeren Köstlichkeiten und ein paar kühle Getränke verkaufen dürfen. Am besten stellen Sie eine Spendenbox auf und malen auf einem Plakat auf, mit welchem Ziel Sie den Kuchenverkauf durchführen (z.B. „Der Kuchen wird für einen guten Zweck verkauft. Der Reinerlös wird Volunta für die Förderung der Freiwilligendienste zur Verfügung gestellt“).
- Wie sieht es mit Ihrem letzten Praktikumsbetrieb aus? Hätte die Firma vielleicht Interesse daran, die Bildung und das Verständnis junger Menschen für neue Kulturen zu fördern?
- Das Reisebüro um die Ecke? Vielleicht hat man dort Interesse an einem „Informanten“, der im Gastland direkt an der Quelle zu länderspezifischen Informationen sitzt und dafür bereit ist, Ihr Vorhaben zu unterstützen?
- Vielleicht hat auch Ihre Lokalzeitung Interesse daran, Ihnen einen gewissen Geldbetrag zu bieten, wenn Sie diese regelmäßig mit Artikeln und Fotos aus Ihrem Gastland versorgen.
- Betriebe, Vereine und Kirchen freuen sich darüber, wenn sie in einer Schulzeitung oder in einem Lokalblatt als Wohltäter und Unterstützer für Frieden und Völkerverständigung dargestellt werden
- Oder erkundigen Sie sich bei einem Fotogeschäft in Ihrer Nähe, ob Interesse besteht, Fotos aus Ihrem Gastland im Schaufenster auszustellen.
- Vielleicht lohnt auch ein Brief an einen Lokalpolitiker, den Sie von Ihrem Engagement und der Idee der Freiwilligendienste überzeugen können.
- Ebenfalls können Sie ortsansässige Clubs wie z.B. der Lions-Club (http://www.lionsclubs.org) oder der Rotary-Club (http://www.rotary.de) ansprechen.
- In vielen Städten in Deutschland gibt es mittlerweile eine Bürgerstiftung. Eine Übersicht finden Sie im Netz unter:
http://www.aktive-buergerschaft.de
http://www.buergerstiftungen.de
http://www.die-deutschen-buergerstiftungen.de
(oder einfach den Namen Ihrer Stadt und Bürgerstiftung „googlen“)
- Zahlreiche Sparkassen sind lokal engagiert und fördern Projekte in Ihrer Region. Ausschreibungsbedingungen und Deadlines bitte direkt bei den Sparkassen erfragen.
- Schreiben Sie Unternehmen an, die z.B. Tochterfirmen im Gastland des Freiwilligendienstes haben oder aber selbst aus dem Land kommen. Auch hier ist es zu erwähnen, dass die Spenden steuerlich absetzbar sind.
Bestimmt fallen Ihnen noch weitere schöne Möglichkeiten ein, mit denen Sie Unterstützer gewinnen können. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Wenn die eine oder andere Aktivität besonders erfolgreich gelaufen ist, würden wir uns sehr über Ihre Rückmeldung freuen. Dann können wir den nächsten Freiwilligendienst-Generationen noch weitere interessante Vorschläge machen.
6. Von der Spende zur „Spendenbescheinigung“ (Zuwendungsbestätigung)
Spenden sollten regelmäßig über den Zeitraum des Auslandsjahres (monatlich per Dauerauftrag) eingehen oder viermonatlich je zu Weihnachten, Ostern und am Ende des Jahres.
In einem ersten Schritt erstellen Sie für Volunta eine Spenderliste, auf deren Grundlage wir die Bescheinigungen ausstellen – diese Liste bekommen Sie von uns zugestellt, so dass wir die Eingänge immer im Blick haben. Jede Einzelspende wird individuell erfasst. Wichtig für Spender: bitte geben Sie immer den Namen des Freiwilligen an, damit wir die Beträge auch zuordnen können.
Die Ausstellung und Zusendung der Zuwendungsbestätigung erfolgt automatisch am Anfang des Folgejahres (rechtzeitig zur Steuererklärung). Wenn Sie keine Zuwendungsbescheinigung benötigen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Bitte überweisen Sie Ihre Spenden auf das folgende Konto:
DRK in Hessen Volunta gGmbH
Bank für Sozialwirtschaft - BLZ 550 205 00 - Spendenkonto: 1616
Verwendungszweck: Spende Volunta IFD, Name des Freiwilligen
7. Nicht vergessen: Danke sagen!
Wichtig ist, dass Sie allen Spendern in geeigneter Weise danken. Lassen Sie Ihre Unterstützer an Ihrem Auslandsaufenthalt teilhaben, indem Sie regelmäßig Berichte und Fotos über Ihr Gastland versenden. Deine Unterstützer interessieren vor allem folgende Fragen:
- Wo sind Sie untergebracht?
- Was ist Ihre Aufgabe, wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
- Welche Unterschiede sehen Sie zwischen Deutschland und Ihrem Gastland
- Wie gefällt Ihnen Ihr Gastland?
Sie können auch Ihren eigenen Blog einrichten. Wie wäre es, wenn Sie im Anschluss an Ihren Aufenthalt zu einem „Fotoabend“ einladen, und dabei Freunde und Familie mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Ihrem Gastland verwöhnen?
Sicherlich fallen Ihnen noch weitere kreative Ideen ein, wie Sie mit Ihren Unterstützern in Kontakt bleiben und Ihnen danken können. Über Hinweise zu Ihren Aktivitäten freuen wir uns besonders!
8. Volunta – Kontaktinformationen:
Bei Fragen zu „friends and families“ können Sie sich gerne an uns wenden:
Magdalena Wojcik, wojcik(at)volunta.de, Tel.: 0611 4504166-51
FAQs – Häufig gestellte Fragen
Bekommen meine Spender eine Bescheinigung?
Viele Förderer wollen gern eine Spendenbescheinigung (Zuwendungsbestätigung) haben, um so die Spende von der Steuer absetzen zu können. Grundsätzlich gilt: Wir schicken automatisch eine Zuwendungsbestätigung bei Vorlage der Spenderliste zu Beginn des Folgejahres zu. Wenn Sie keine Zuwendungsbestätigung benötigen, geben Sie dies bitte bei der Überweisung an.
Bis zu welchem Betrag sind die Spenden von der Steuer absetzbar?
Spenden an Volunta sind steuerabzugsfähig gemäß Bescheid des Finanzamtes Wiesbaden, vom 20.12.2006 Steuernummer 04 025 057 736. Derzeit können Privatpersonen bei Spenden für besonders förderungswürdige Zwecke (dazu gehört Volunta) bis zu 20% ihrer Einkünfte absetzen. Unternehmen haben verschiedene Grenzen in Abhängigkeit ihrer Personalkosten, ihres Umsatzes usw.
Was passiert, wenn ich nicht genügend Unterstützer zusammen bekomme?
Volunta kann auch die geförderten Freiwilligendienstprogramme nur mit Hilfe Ihrer Unterstützerkreise durchführen. Hinter den Unterstützerkreisen steht der Solidaritätsgedanke. Der Unterstützerkreis ist eine faire Sache, denn jeder steht vor den gleichen Voraussetzungen. Die Teilnahme an einem Freiwilligendienst im Ausland ist unabhängig vom Einkommen der Eltern und hängt vielmehr von der Eigeninitiative des Einzelnen ab. Selbstverständlich kann nach Rücksprache mit Ihren Eltern auch das Kindergeld eingesetzt werden.
Ich plane in der Fußgängerzone Spenden für meinen Förderkreis zu sammeln. Geht das oder braucht man dafür eine Erlaubnis?
Nein, das geht auf keinen Fall! Dafür benötigen Sie eine gesonderte Genehmigung. Ohne eine solche, kann man mit Bußgeldern belegt werden. Wir möchten Sie deshalb bitten, unbedingt davon Abstand zu nehmen und weiterhin im Freundes- und Bekanntenkreis sowie bei Unternehmen, Vereinen oder Kirchen aktiv zu werden.





