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David aus San Juan del Sur, Nicaragua


„Improvisieren ist das A und O...“

(...) Vor 2 Wochen hatten wir dann die Möglichkeit in der Schulbibliothek Vorträge von Schülern anzuhören (Themen z.B. „Der letzte Tag von Rubén Darío“ oder  „Die Träume und Wünsche der Schüler für ihre Zukunft“). Wie sich dann herausstellte handelte es sich um die mündliche Abiturprüfung und Sebastian und ich saßen mit 2 Prüfern von anderen Schulen quasi im Prüfungskomitee  und hätten sogar Fragen stellen können ... Als wir nach Hause kamen fanden wir sogar 2 offizielle Einladungen auf dem Küchentisch, die man leider versäumt hatte uns vorher zu geben. Die Vorträge waren grauenhaft, da man u.a. als einziges Mittel zur Visualisierung 3 DIN A2 Blätter hatte, die aber von oben bis unten voll geschrieben waren und die Schüler und Schülerinnen in ihrem auswendig gelernten Vortrag fast wortwörtlich das gleiche sagten. Teilweise las man nur seine vorgeschriebenen Karteikarten vor ohne den Blick einmal ins Publikum zu richten. Ich denke die Schüler können wenig dafür, da sie hier wahrscheinlich zum Teil das erste Mal in ihrer Schullaufbahn einen Vortrag vorbereitet und gehalten haben, was uns auf die Idee brachte nächstes Jahr eine Art Workshop zum Thema „Wie halte ich einen Vortrag“ anzubieten. Zunächst für die Abschlussklasse (hier die 11.) aber sonst auch für die Jüngeren. Wir sind zwar keine Experten auf dem Gebiet, aber da wir selbst schon einige Vorträge und Referate in unserer Schulzeit halten mussten können wir vielleicht ein wenig von diesem Wissen weitergeben, was den Schülern helfen könnte.

Eine andere Idee die Sebastian und ich hatten ist, den Schulhof eventuell etwas zu verschönern oder noch mehr auf das Müllproblem aufmerksam zu machen, da z.B. vor dem Sportunterricht erst mal die gesamte Klasse 20 Minuten den Sportplatz vom Müll befreien muss um überhaupt Sport machen zu können. Im Rahmen dessen würden wir gerne ein paar Mülleimer aufstellen, eventuell in einer AG bemalen, da es Rund um den Sportplatz z.B. keinen einzigen gibt. Letzte Woche konnten wir auch schon die Linien des Volleyball- und gleichzeitig Basketballfeldes neu aufzeichnen, wobei ich leider nicht glaube, dass die Farbe die man uns zur Verfügung stellte lange hält, da es eher eine Art Lack war.
Aber improvisieren ist hier das A und O - so besteht z.B. der Schulgong aus einer aufgehängten Gasflasche, die mit einem Metallstab geschlagen wird (...).

Fotos: (kommen regelmäßig neue dazu)

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